
Mein ehrliches Hyla-Erlebnis: Wie aus dem Skeptiker ein Wischmob-Rentner wurde
Bevor irgendjemand es mir vorhält, sage ich es selbst: Ich bin der Mann von Vanessa, und Vanessa verkauft Hyla. Objektivität sieht anders aus, das gebe ich unumwunden zu. Was ich auch zugebe: Ich bin von Natur aus skeptisch, bei so ziemlich allem, was mit Werbeversprechen daherkommt. Bevor ich mir eine Meinung bilde, will ich es selbst getestet haben, alles andere ergibt für mich keinen Sinn. Also habe ich genau das getan, über mehrere Monate, im ganz normalen Alltag, nicht für einen Testbericht, sondern weil das Gerät bei uns im Flur steht und benutzt werden will.
Fangen wir mit dem an, was mich zuerst gestört hat, denn ganz ohne Meckern wäre ich ja nicht ich selbst. Ich hasse Staubsauger, die man hinter sich herziehen muss. Der Hyla ist da keine Ausnahme, auch ihn zieht man hinter sich her, kein Roboter, keine Wunderfunktion, die ihn von selbst laufen lässt. Wer sich das erhofft, wird enttäuscht, ich zumindest war es kurz. Dafür gibt es allerdings eine ziemlich pragmatische Lösung, aber dazu komme ich später.
Dann kam der Teil, in dem mir langsam die Ausreden ausgingen. Der Aufbau und der Umbau auf eine Verlängerung oder einen anderen Aufsatz sind kinderleicht, das schafft man in Sekunden, auch ohne Anleitung, auch als jemand, der Anleitungen grundsätzlich ignoriert. Das Kabel ist ungewöhnlich lang, ich muss also nicht alle zwei Meter umstecken und dabei drei Mal fluchen. Der Ventus, also der Bodenaufsatz, gleitet erstaunlich leicht über Boden und Teppich, ohne irgendwo zu kratzen, was bei unserem Laminat kein kleines Detail ist.

Mein persönliches Highlight bleibt der Duster zum Staubwischen. Ich habe früher mit einem feuchten Lappen gewischt und danach noch mit einem trockenen Tuch nachgewischt, wie vermutlich die meisten, oder mit so etwas wie dem Swiffer. Beides liegt bei uns inzwischen ungenutzt herum. Der Duster nimmt den Staub wirklich auf, und wenn er weg ist, ist er weg, nicht nur elegant in die Ecke verteilt.
Was im ersten Anlauf noch fehlte, und was ich hier nachreiche, weil es ehrlich dazugehört: Ich benutze den Hyla inzwischen selbst regelmäßig, und vor allem freiwillig, ohne dass Vanessa mich darum bitten muss. Sie hat glaube ich immer ein bisschen Angst, dass ich etwas kaputtmache, aber wer dieses Ding kaputt bekommt, der hat einfach zu viel Kraft. Der Hyla ist wirklich simpel zu bedienen, einmal gezeigt und sofort verstanden, ein einfaches Klick-System eben. Wer mich vor einem Jahr gefragt hätte, ob ich freiwillig staubsauge, hätte dafür nur ein müdes Lachen geerntet. Inzwischen ist es bei uns fast schon Alltag, und ich gebe zu, dass mich das selbst am meisten überrascht hat.
Einen echten Kritikpunkt liefere ich trotzdem nach, sonst würde mir ohnehin niemand mehr glauben: Der Hyla EST mit dem 4-Liter-Wassertank ist, je nach Füllstand, spürbar schwer, wenn man ihn nur am Schlauch hinter sich herzieht. Ich schiebe ihn deshalb lieber direkt mit der Hand mit, dann lässt er sich einfach rollen. Kein Beinbruch, aber wer nur am Schlauch zieht, wird sich kurz wundern. Dass er das trotzdem klaglos mitmacht, spricht andererseits für die Verarbeitung.
Und jetzt zur versprochenen Lösung fürs Hinterherziehen: Der Hyla hat nicht nur das lange Kabel, das im Haus oder in der Wohnung schon einiges an Reichweite bringt, es gibt auch lange Saugschläuche dafür. Damit kannst du den Hyla einfach zentral irgendwo abstellen und in aller Ruhe Raum für Raum absaugen, entstauben, was auch immer gerade ansteht, ohne das ganze Gerät ständig mitzuschleppen.
Interessant fand ich, was mit der Zeit aus unserem Haushalt verschwunden ist, ohne dass wir das geplant hätten. Der Wischmob ist in die Garage gezogen, weil das Nimbus-System den Job übernommen hat. Der Besen ist praktisch pensioniert. Auch den Tüchern fürs Staubwischen wurde gekündigt, der Duster hat den Posten übernommen, wobei ich zugeben muss, dass ich diese Tücher zum Abstauben ohnehin nie gern benutzt habe. Unser separates Milbengerät mit UV-Licht für die Matratze, das wir extra angeschafft hatten, weil Vanessa auf Hausstaub und Milben allergisch reagiert, kommt inzwischen gar nicht mehr zum Einsatz, seit der Hyla das offenbar mit erledigt. Und selbst der Abflussreiniger unter der Spüle hält bei uns länger als früher, was ich wissenschaftlich nicht beweisen kann und wahrscheinlich auch nicht sollte, aber ich habe inzwischen die leise Tendenz, dem Hyla jeden positiven Zufall im Haushalt zuzuschreiben. Das ist mir selbst nicht ganz geheuer, aber ich wollte es ehrlich erwähnen, statt es wegzulassen.

Was mich bis heute am meisten erstaunt, ist etwas anderes, und da suche ich gar nicht erst nach einer lustigen Anekdote, weil die Sache für sich selbst spricht: Ich bin immer wieder erstaunt, was der Hyla aus der Luft, aus Teppichen und aus Matratzen holt, die auf den ersten Blick völlig sauber aussehen. Man sieht es förmlich, sobald man das Wasser danach betrachtet, und das ist jedes Mal wieder ein kurzer Moment von „das war doch eben noch da, wo ich saß“.
Was sich bei uns über die Monate ganz konkret verändert hat: Die gesamte Raumluft ist spürbar besser. Die Betten riechen immer frisch. In der Allergiezeit muss ich mir nicht mehr zwingend ständig die Haare waschen oder die Augen ausspülen, weil sich meine Symptome dadurch merklich lindern. Die Staubbildung und das Aufwirbeln von Staub sind insgesamt deutlich weniger geworden. Vor allem aber ist Vanessa morgens besser drauf: Früher hatte sie fast immer geschwollene Augen und eine verstopfte Nase wegen ihrer Allergie.
Ich will hier trotzdem kein Wundermittel verkaufen. Der Hyla ist ein Gerät, das man hinter sich herzieht, wenn man möchte, kein Roboter, und nicht jeder Aspekt ist perfekt, siehe Wassertank, der aber genau deshalb schwer ist, weil er für die Staubbindung das eigentlich Wichtige leistet. Aber die Wirkung auf unsere Raumluft, auf meine Allergiesymptome und offenbar auch auf den halben Putzschrank ist bei uns real und spürbar, nicht nur behauptet. Wenn dich das neugierig macht, wie viel tatsächlich in eurer eigenen Luft, im Teppich oder in der Matratze steckt, lohnt sich vielleicht einfach ein Blick darauf, ganz unverbindlich.